Online-Gitarrenstimmgerät

Auf Start drücken, Mikrofon freigeben und eine Saite anspielen – das Stimmgerät öffnet direkt in der Standard-Gitarrenstimmung und ist kostenlos ohne Account nutzbar. Es erkennt die jeweilige Saite, zeigt die Abweichung in Cent an und gibt an, in welche Richtung der Stimmwirbel gedreht werden muss. Bass, Ukulele, Geige, Banjo und neun weitere Instrumente lassen sich per Dropdown auswählen – mit insgesamt 45 Stimmungen. Es muss keine App installiert werden und dein Mikrofonaudio wird niemals hochgeladen.

Saiten

  • 6E2
  • 5A2
  • 4D3
  • 3G3
  • 2B3
  • 1E4

Tonverlauf

Obertöne

Jeder Balken ist ein Oberton; seine Höhe zeigt, wie weit er über seiner idealen Lage liegt. Eine steife, umwickelte Saite steigt nach rechts an, Nylon bleibt flach.

Das Audiosignal deines Mikrofons wird niemals hochgeladen – es wird ausschließlich lokal auf deinem Gerät analysiert und zu keinem Zeitpunkt aufgezeichnet.

Stimm-Modus

Ordnet den Ton der passenden Saite des gewählten Tunings zu.

So stimmst du dein Instrument

  1. Instrument und Stimmung wählen

    Die Standard-Gitarrenstimmung ist direkt startklar. Wechsle einfach auf Drop D, Open G, DADGAD oder eines von 45 Presets für 13 Instrumente – oder wechsle in den chromatischen Modus, der jeden erkannten Ton einfach benennt.

  2. Mikrofon freigeben

    Der Browser fragt einmalig nach der Erlaubnis. Dein Mikrofonsignal wird direkt bei der Erfassung in Echtzeit analysiert und Frame für Frame verworfen – es wird niemals aufgezeichnet, nicht auf der Festplatte gespeichert und niemals hochgeladen. Setze dich in einer ruhigen Umgebung nah ans Mikrofon und spiele eine Saite nach der anderen an.

  3. Saite anspielen und auf den Strobe achten

    Der Tonname erscheint samt Abweichung in Cent. Zu tief bedeutet Saite spannen, zu hoch bedeutet lockern. Der Strobe-Ring wandert bei zu hohen Tönen in die eine Richtung, bei zu tiefen in die andere und bleibt stehen, sobald der Ton sitzt – und das lässt sich selbst dann noch mühelos ablesen, wenn die Nadel beim Ausklingen des Tons längst stillsteht.

Was dieses Stimmgerät so präzise macht

Kein KI-Modell, kein Download, keine Wartezeit

Hier läuft keinerlei Machine-Learning-Modell – und das ist ein echter Vorteil: Das Stimmgerät basiert auf reiner Signalverarbeitung, startet sofort, verbraucht beim Laden kaum Daten und funktioniert komplett offline. Tonhöhenerkennung ist in der Signalverarbeitung seit Jahrzehnten gelöst – die eigentliche Arbeit steckt nicht im Finden eines Algorithmus, sondern in den unten beschriebenen Korrekturen, bei denen die meisten Stimmgeräte aufhören.

Kompensiert Saitensteifigkeit – für Ergebnisse, die mit dem Gehör übereinstimmen

Echte Saiten besitzen eine Biegesteifigkeit: Ihre Obertöne liegen nicht auf exakten ganzzahligen Vielfachen, sondern driften nach oben hin ab. Herkömmliche Stimmgeräte bilden einen Mittelwert über diese Obertöne und stimmen ausgerechnet dort zu hoch, wo es am schwersten fällt – bei einer obertonreichen, umwickelten tiefen E-Saite kann das bis zu 15 Cent Abweichung bedeuten. Dieses Stimmgerät misst die Obertöne einzeln, berechnet den echten Grundton separat und zeigt dir die ermittelte Saitensteifigkeit an.

Lässt sich von zwei gleichzeitig klingenden Saiten nicht täuschen

Klingt eine zweite Saite mit, wiederholt sich die kombinierte Wellenform mit dem größten gemeinsamen Teiler beider Frequenzen – bei einer tiefen E-Saite und einer leeren A-Saite sind das rund 27 Hz –, und die meisten Stimmgeräte zeigen prompt diesen Geisterton an. Dieses Stimmgerät gleicht jeden Frequenzkandidaten erneut mit der harmonischen Obertonreihe ab, was die Fehlerrate in diesem Fall von 97% auf null gesenkt hat.

45 Stimmungen für 13 Instrumente

Gitarre in Standard, Drop D, Drop C, Drop B, Drop A, Open D, Open G, Open C, Open E, DADGAD, D-Standard, einen Halbton tiefer und mehr. 7- und 8-saitige Gitarren, 4- und 5-saitige Bässe, Ukulele inklusive Low G und Bariton, Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, Banjo (inklusive Irish Tenor), Mandoline, Guitalele und Cavaquinho.

Beliebiger Referenzton – nicht nur 440 Hz

Egal ob Barockensemble auf 415 Hz, Sinfonieorchester auf 442 Hz oder jede beliebige Frequenz zwischen 410 und 470 Hz: Jeder Zielton wird mathematisch aus der Referenz berechnet statt starr aus einer Tabelle abgelesen. So stimmt das gesamte Instrument sauber mit – nicht nur das A.

Häufig gestellte Fragen

Wie genau ist dieses Stimmgerät im Vergleich zu Clip-on- oder Pedal-Tunern?
Bei einem gehaltenen Ton liegt die Auflösung bei weit unter einem Cent – das ist feiner als der Toleranzbereich von ±5 Cent, den die meisten Clip-on-Stimmgeräte als gestimmt werten, und feiner als die 1–3 Cent, die ein geschultes Gehör unterscheiden kann. Die Grenze in der Praxis setzt nicht das Stimmgerät: Ein gegriffener Ton verstimmt sich allein durch den Fingerdruck um mehrere Cent, und ein harter Anschlag klingt zunächst zu hoch, bis sich die Saite einschwingt.
Wie lauten die Noten der Gitarrensaiten der Reihe nach?
Von der dicksten zur dünnsten Saite: E, A, D, G, H, E – mit Oktavbezeichnungen geschrieben als E2, A2, D3, G3, H3, E4. Die dicke Saite, die dir am nächsten liegt, ist die 6. Saite (tiefes E); die dünnste Saite ist die 1. Saite (hohes E). Gitarristen zählen die Saiten von der dünnen Saite nach oben – deshalb ist das tiefe E die 6. und nicht die 1. Saite.
Wird mein Mikrofonaudio hochgeladen oder aufgezeichnet?
Nein. Dein Mikrofonsignal wird direkt bei der Erfassung im Browser analysiert und unmittelbar verworfen. Es wird niemals aufgezeichnet, nicht auf der Festplatte gespeichert und zu keinem Zeitpunkt hochgeladen. Das Schließen des Tabs oder ein Klick auf Stopp gibt das Mikrofon sofort wieder frei.
Kann ich eine E-Gitarre über ein Audio-Interface stimmen?
Ja. Wähle einfach dein Audio-Interface als Eingangsquelle im Browser aus. Das funktioniert genauso – meist sogar noch zuverlässiger, da keine Raumgeräusche stören. Ein unverzerrter, cleaner Ton wird dabei deutlich stabiler erkannt als ein stark verzerrtes Signal.
In welche Richtung drehe ich den Stimmwirbel zum Höher- oder Tieferstimmen?
Das Spannen der Saite erhöht den Ton, das Lockern senkt ihn ab. Zeigt das Stimmgerät »zu tief« an, musst du die Saite spannen; zeigt es »zu hoch« an, musst du sie lockern. In welche Drehrichtung das an deinem Instrument erfolgt, hängt von der Gitarre und der Position der Mechanik an der Kopfplatte ab – drehe deshalb langsam und beobachte die Anzeige, statt dir eine feste Drehrichtung zu merken. Stimme immer von unten nach oben an den Zielton heran: Das Hochstimmen auf die Tonhöhe sorgt für deutlich mehr Stimmstabilität als ein Herunterstimmen.
Warum zeigt das Stimmgerät »gestimmt« an, obwohl es noch unsauber klingt?
Dafür gibt es meist zwei Gründe. Erstens die Intonation (Bundreinheit und Oktavreinheit): Stimmt die leere Saite, aber gegriffene Bünde klingen zu hoch, muss die Stegeinlage bzw. der Saitenreiter nachjustiert werden – nicht der Stimmwirbel. Zweitens führt die gleichstufige Stimmung auf der Gitarre dazu, dass manche Akkorde physikalisch bedingt leicht reiben, egal wie exakt jede Saite gestimmt ist. Viele Gitarristen stimmen die G-Saite bewusst ein paar Cent tiefer, damit offene Akkorde harmonischer klingen.
In welchen Browsern funktioniert das Stimmgerät?
In allen aktuellen Versionen von Chrome, Edge, Firefox und Safari – sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone. Erforderlich sind lediglich Mikrofonzugriff und eine sichere Verbindung (HTTPS), was diese Seite standardmäßig bietet.
Kann ich auch eigene Stimmungen nutzen, die nicht in der Liste stehen?
Ja. Jede Stimmung lässt sich direkt über die Webadresse übergeben. So kannst du dir ein eigenes Tuning als Lesezeichen abspeichern oder als Link teilen, der das Stimmgerät direkt passend konfiguriert öffnet.